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Wie ist es, blind zu sein?

Wie ist es, blind zu sein? Mit dieser Frage haben sich unsere 5- und 6-jährigen Kinder an zwei Vormittagen im Februar beschäftigt. Ermöglicht wurde das Projekt zum Thema Blindheit von Frau Tamborini, einer Kita-Mutter, die als Blindenpädagogin tätig ist.

Im Rahmen des ersten Treffens wurden die Kinder an das Thema Blindheit herangeführt. Sie durften sich unter anderem mit verbundenen Augen Wasser in einen Becher eingießen und Bananen in Scheiben schneiden. Das war gar nicht so leicht. Zudem konnten die Kinder mit speziellen Brillen verschiedene Sehbehinderungen kennenlernen und ihren Tastsinn auf die Probe stellen, indem sie „blind“ Gegenstände erfühlten. Am Ende war den Kindern klar, dass blinde Menschen zwar einen Sinn weniger zur Verfügung haben, sie aber viele Strategien kennen, wie sie Dinge trotzdem gut schaffen können.

Zum zweiten Treffen kam Anna mit ihrem Blindenhund Roxy zu uns in die Kita. Anna ist von Geburt an blind und hat den Kindern von Ihrem Alltag erzählt. Roxy ist außerhalb des Hauses immer an ihrer Seite und hilft Anna, zurecht zu kommen. Roxy zeigt Anna beispielsweise die Tür zur Straßenbahn oder den Drücker der Fußgängerampel an. Die Kinder stellten Anna viele Fragen und waren sehr interessiert dabei. Anna hat den Kindern ein Dominospiel für Blinde mitgebracht und sie konnten mit den Fingern ertasten, wie viele Punkte der Dominostein hat. Zum Abschluss durfte Roxy gestreichelt werden. Darüber haben sich Roxy und die Kinder sehr gefreut.

Vielen Dank an Anna und Frau Tamborini, dass sie uns dieses tolle Projekt ermöglicht haben!

(Ann-Kathrin Humpert, stellvertretende Kita-Leitung)


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